Saskia Wheeler

2 Min. Lesezeit

Es ist Zeit, neu zu denken, wie wir mit Stress am Arbeitsplatz umgehen und wie wir das Wohlbefinden der Mitarbeitenden von innen heraus stärken können.

Nicht jeder Stress ist schlecht. Tatsächlich ist die richtige Art von Stress, bekannt als Eustress, unverzichtbar. Er treibt Motivation an, schärft den Fokus und hilft Menschen, Herausforderungen anzunehmen. Wird Stress jedoch dauerhaft, unvorhersehbar und überwältigend, kippt er in Distress, was zu zerstreuter Aufmerksamkeit, geleerten Energiereserven und häufig zu Burnout führt.

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Die gute Seite von Stress

Eustress ist die gesunde Form von Stress, die wir spüren, wenn wir gefordert und zugleich unterstützt sind. Bei der Arbeit kann das so aussehen:

  • Ein neues Projekt angehen, das die eigenen Fähigkeiten erweitert.

  • Mehr Verantwortung übernehmen, mit klaren Zielen und Ressourcen.

  • Autonomie darin genießen, wie eine Aufgabe angegangen wird.

Diese Art von Stress motiviert und gibt Energie. Sie fördert höheres Engagement, sodass Mitarbeitende wachsen, sich anpassen und Erfolge als Leistung erleben. Studien zeigen sogar, dass guter Stress das Gedächtnis stärkt. Distress dagegen beeinträchtigt das Gedächtnis und macht es schwerer, Informationen zu behalten, was oft mit einem Gefühl von geistigem Nebel einhergeht.

Wenn Stress nicht mehr hilft

Probleme entstehen, wenn Stress nicht mehr zu bewältigen ist. Stehen Mitarbeitende unter unablässigem Druck, sind Erwartungen unklar oder fehlt Zeit zur Erholung, staut sich Distress auf. Mit der Zeit wird daraus Burnout, ein Zustand der Erschöpfung, in dem Menschen sich ausgelaugt und abgekoppelt fühlen und ihre Leistung nicht mehr abrufen können.

Burnout entsteht nicht über Nacht. Er zeigt sich meist in Phasen:

  • Erschöpfung: Ständig auf Reserve laufen und sich leer fühlen, egal wie viel Ruhe man hat.

  • Zynismus: Wachsende Distanz, Negativität oder fehlende Motivation.

  • Nachlassende Leistung: Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, Probleme zu lösen oder die bisherige Produktivität zu halten.

Für Mitarbeitende wie für Unternehmen sind die Kosten von Burnout erheblich, von verlorenen Talenten über höhere Fehlzeiten bis zu geringerem Engagement.

Was HR-Verantwortliche tun können

Das Ziel ist nicht, Stress abzuschaffen, sondern Bedingungen zu schaffen, in denen Stress Wachstum antreibt, statt in Burnout zu münden. So kann HR diese Balance unterstützen:

  • Gesundes Fordern ermöglichen: Gelegenheiten für Wachstum, Kompetenzaufbau und Autonomie bieten, damit Mitarbeitende gefordert, aber handlungsfähig sind.

  • Vor Überlastung schützen: Klare Prioritäten setzen, einer Always-on-Kultur entgegenwirken und Erholung normalisieren, durch Pausen, flexible Arbeitszeiten und Auszeiten.

  • Führungskräfte befähigen: Führung darin schulen, Erwartungen mit Empathie und Unterstützung auszubalancieren und psychologische Sicherheit aufzubauen, damit Mitarbeitende sich trauen, um Hilfe zu bitten.

Stress bei der Arbeit neu denken

Stress gehört zu jedem Arbeitsplatz. Die Frage ist, ob er so gelenkt wird, dass er Motivation und Wachstum stützt, oder ob er unbeachtet bleibt, bis er Wohlbefinden und Leistung aushöhlt. Wer Arbeitsumgebungen gestaltet, die guten Stress fördern und Mitarbeitende zugleich vor Distress schützen, schafft eine Kultur, in der Menschen aufblühen statt auszubrennen.

Gesunder Stress treibt Wachstum an, wenn er richtig gesteuert wird. Lassen Sie uns Arbeitsplätze bauen, an denen Menschen aufblühen statt auszubrennen. Nehmen Sie hier Kontakt auf, um mehr zu erfahren.

Saskia Wheeler

Cognitive Health Consultant bei Kyan Health

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